Konzept PST

2.1 Ablauf

Die Welpen werden entsprechend ihrem psycho-biologischen Reifegrad in drei Gruppen zu maximal acht Welpen eingeteilt. Die drei Gruppen ermöglichen uns einen Welpen seinem Entwicklungsverlauf entsprechend in eine andere Gruppe zu platzieren, sollte dies nötig sein. Die Gruppen erkunden abwechselnd die drei Spielplätze innerhalb des eingezäunten Areals. Während der ganzen Spielstunde steht das Erleben und Lernen der Welpen im Vordergrund. Die Welpen werden gezielt gefordert und gefördert. Unterschiedliche optische, akustische und sensomotorische Reize können von den Welpen erkundet und eingeordnet werden. Selbstverständlich ist die ganze Familie willkommen. Während der Spielstunde ist jedoch einzig der/die FürsorgegarantIn mit dem Welpen aktiv.
In regelmässigen Abständen findet im Anschluss an die Spielstunde eine gemeinsame Fütterung statt. Beim gemeinsamen Schlussgespräch haben Sie Gelegenheit Fragen zu stellen.

2.2. Ursprung der Prägungsspieltage
Das von Heinz Weidt entwickelte Konzept der Prägungsspieltage entstand auf der Suche nach Antworten zu zwei kynologischen Grundfragen: 1. Woher kommen Wesensmängel beim Hund und 2. Was kann man dagegen tun. Bereits 1978 entstanden die ersten Versuche für den Hausgebrauch und die Anwendung im kleinen Kreis. 1983 wurde es im „Jagdgebrauchshund“ Nr. 10 erstmals publiziert. Die Schaffung fundierter und solider Grundlagen dazu wurde möglich dank der Unterstützung hochrangiger Wissenschaftler, mit denen Heinz Weidt über viele Jahrzehnte im intensiven Austausch stand. Mit der Etablierung der Muster- und Modell-Prägungsspieltage durch Dina Berlowitz 1993 im Raum Zürich haben die Prägungsspieltage über die Schweiz hinaus mittlerweile eine internationale Verbreitung gefunden.

2.3 Qualitätsmerkmale (Qualitätsmerkmale)
Nachdem es für den „werdenden“ Hundehalter nicht so ganz einfach ist, zu erkennen, wo man am besten mit seinem Welpen zu Prägungsspieltagen hingeht, wollen wir dazu noch einige Hilfestellungen geben. Sinnvoll und ausserordentlich hilfreich ist es natürlich, diese Dinge möglichst schon im Vorfeld der wohlüberlegten Auswahl und Anschaffung eines Hundes abzuklären (siehe auch den Ratgeber von Susanne Kerl „Hunde kaufen mit Verstand“, Müller Rüschlikon Verlag). Besuchen Sie dazu vorzugsweise ohne Ihren Welpen einmal eine Spielstunde von Prägungsspieltagen, die für Sie eventuell in Frage kommen. Sie sind ohne Hund innerlich unabhängiger und freier und können sich voll auf das Beobachten des Geschehens konzentrieren. Kommt diese Anregung für Sie zu spät und haben Sie die Fürsorge für den neuen Hausgenossen schon übernommen, dann nehmen Sie mit ihm an den Prägungsspieltagen das erste Mal auf Probe teil. Ein seriöser Veranstalter, dem seine Aufgabe am Herzen liegt, wird dies jederzeit mit sich vereinbaren lassen. Dort, wo das nicht geht, ist es sowieso besser, fern zu bleiben. Im nebenstehenden Kasten haben wir einige wesentliche Qualitätsmerkmale zusammengestellt, die Sie bei gut geführten Prägungsspieltagen antreffen bzw. nicht antreffen sollten.

Zur Anmeldung

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